Meiner bescheidenen Meinung nach ist der Glaube die Grundlage von allem.
Alles andere wie Magie und dergleichen ist nur schmückendes Beiwerk und kommt mit der Zeit von ganz alleine.
Das ist etwas, was die gerne immer wieder vergessen oder einfach anders gesehen wird.
Ich empfehle immer, zuerst den Glauben zu verstehen bevor man sich an andere Sachen macht. Zugegeben, niemand hört auf mich, aber das soll mich nicht davon abhalten auch Dir zu raten: Suche und festige Deinen Glauben, denn ohne Glauben kannst Du sämtliche direkten Verbindungen zu "höheren" Sphären vergessen.
Woran Du glaubst bleibt selbstverständlich Dir selbst überlassen. Ob Du einer der etablierten Religionen angehören willst, Dich einer kleineren Glaubensgruppe anschließt oder einfach Deinen eigenen Weg findest.
Das Hexentum, wie ich es verstehe, ist kein Glaubenssystem und eine Religion erst recht nicht. Man spricht zwar vom Hexenglauben, aber damit ist keineswegs das Heidentum gemeint, auch wenn die meisten Hexen das Heidentum als Wurzel sehen und auch die europäisch-heidnischen Feste gefeiert werden. Aber das Heidentum als Hexenreligion zu bezeichnen wäre zu einfach.
Es bezieht sich vielmehr auf den Glauben eines/r jeden einzelnen.
Und da gibt es viele Richtungen und Strömungen aber keinen festen Glauben, keine Schriften, nur Deine eigene Weltsicht. Du siehst schon, es kommt mal wieder auf Dich an, Du mußt Deinen Glauben selbst finden und leben.
Dabei kannst Du Dich einer der großen Religionen bedienen (was aber nicht unproblematisch ist, denn schließlich verbieten das Christentum, das Judentum und der Islam die Magie) oder Du kannst versuchen, Deinen eigenen Weg zu gehen.
Als kleine Hilfe auf diesem Weg will ich hier die wichtigsten "Großen Religionen", die zusammengenommen 90% der Weltbevölkerung ausmachen, vorstellen. Woran Du glaubst ist letztlich Deine Sache und das kann für jemand anderen vollkommen unverständlich sein. So etwas wie Dogmen existieren nicht, der Glaube ist immer frei und individuell. Wenn Du an eine Göttin glauben willst, die alles wachsen und sprießen läßt ist das gut.
Wenn Du an die germanischen Asen glaubst, die in Isengard sitzen und saufen, dann ist das auch gut.
Und wenn Du an den wilden Wutz glauben willst, der von Stock zu Stein springt, um der roten Zora nachzusetzen, dann ist auch das gut.
Es ist Deine Sache. Nur eins bedenke:
Du bist selbst für Dein Tun verantwortlich, kein Messias nimmt die Verantwortung von Deinen Schultern.
Mit Deinen Fehlern mußt Du leben und sie verarbeiten.
Viele Menschen haben bislang ihren Glauben darhestellt und anderen gezeigt, an was sie glauben. Und das will auch ich tun. Dies ist kein Dogma und ich mag mich täuschen, es ist nichts, was Du jetzt auch glauben mußt.
Es ist nur meine Sicht der Dinge und kann höchtens die eine oder andere Anregung bieten.
Seit zig Jahrtausenden leben die Menschen in der Natur und fragen sich seit ewigen Zeiten, wie das alles entstanden ist und warum die Natur so funktioniert wie sie funktioniert. Warum gibt es Sommer und Winter, warum bewegen sich die Sterne, warum fällt de Regen.
Im Laufe der Zeit entstanden daraus Sagen und Geschichten, die einen Ursprung der Welt und manchmal auch deren Ende zeigen und erklären. Dabei ging es nicht darum, im wissenschaftlichen Sinne die tatsächlichen Gegebenheiten zu erklären sondern vielmehr darum, eine Erklärung zu haben für alles, was ist. In diesen Geschichten entstanden Götter und Göttinnen, Riesen, Taufen, Dämonen und noch weit mehr.
Der Mensch hat die Götter geschaffen durch den Willen vieler Generationen.
Die vielen Götter und Göttinnen sind Sinnbilder für das eine oder andere Prinzip der Natur. Sei es die Fruchtbarkeit, die Kommunikation, der Wald, das Jagdglück. Um etwas davon zu beeinflussen mußte man den Gott beeinflussen, Diana und die Jagd zum Beispiel ist schlicht und einfach identisch.
Das heißt nicht, daß die Götter nicht existieren, im Gegenteil. Sie sind tatsächlich existent, denn sie sind das Bild des Menschen für diverse subtile oder kaum greifbare Eigenschaften der Umgebung. Ein Gott des Regens, des Donners oder der Rache kann tatsächlich beschworen werden und sich manifestieren. Und er kann tatsächlich wirken!