Germanen

Letzte Änderung: 13.07.2018

Das germanische Heidentum

Germanische Stämme zur Zeit der Römischen Ausdehnung (um 50 u.Z.). Quelle: Wikipedia.org, Karl Udo Gerth

Das Germanische Heidentum ist, ebenso wie das keltische, nicht so einfach zu greifen. Die Germanen waren kein einheitliches Volk sondern nur eine Bezeichnung durch die Römer und Gallier für die Völker östlich des Rheins. Der Name leitet sich von Männer mit Ger ab. Zunächst wurde der Begriff für die Tungrer verwendet, dann zunehmend auf alle verwandten Völker östlich des Rheins ausgeweitet. Auch die Stämme selbst fingen an, sich als Germanen zu bezeichnen. 
Natürlich gibt es hier - wie fast überall in der Archäologie - Strittigkeiten. Zum Beispiel haben die meisten Stämme den Kampfspieß nicht Ger genannt sondern Frame, Holm oder noch anders.
Aber ich sehe es eher praktisch: Die gängige Geschichte ist plausibel und passt in mein Bild. Daher akzeptiere ich sie.

Gern wird die Snorri-Edda als Quelle herangenommen. Doch das ist eigentlich keine gute Ausgangsbasis. Denn sie ist ein isländisches Lehrbuch aus dem dreizehnten Jahrhundert u.Z., in dem ein christlicher Gelehrter seine Leser anhand der alten Göttersagen und -gedichte das Skaldenhandwerk lehrt. Damit ist die Snorri-Edda über tausend Jahre nach der Zeit der Germanen zusammengetragen worden.

Tatsächlich haben wir also nur recht bruchstückhafte Vorstellungen der vielen verschiedenen germanischen Glaubensrichtungen und Details.
Daher - und weil ich Glauben und Religion ohnehin nicht besonders ernst nehme - halte ich es mit der Mehrheit der Heiden und nehme die Snorri-Edda als Quelle.