Aufstehen

Letzte Änderung: 11.07.2018

Ein neuer Morgen, ein neuer Tag.
Ein kleines Ritual, das mir ehrlich gesagt etwas schwer fällt ist das erste des Tages. Wie gesagt, es geht in diesem Abschnitt über alltägliche Magie. Also solche, die in den Alltag einfließt. Damit scheint sie nicht sonderbar magisch zu sein, aber ich denke, durch die "Spiritualisierung" des Alltags bringt man die Magie erst richtig in sein Leben.
Und das sollte schon morgens anfangen.
Wenn Du ein <link />Nächtebuch führst ist das selbstverständlich das erste, was Du tust. Und dann möchte ich Dich auf ein anderes Ritual einladen.

Einige körperfeindliche Gemeinschaften wie manche Mönchsorden kennen die frühe Minute. Das heißt so viel wie "wenn Du wach bist stehe sofort auf und beginne Dein Tagewerk. Denn der Körper ist schlecht und deswegen muss man ihn auch nicht schonen"

Das ist eine Einstellung, die ich weder teile noch gut heiße. Denn der Körper ist nicht schlecht sondern ganz wundervoll. Alleine, dass er noch funktioniert wenn wir aufwachen ist ein kleines Wunder. Und genau darum dreht sich auch dieses erste kleine Ritual des Tages.
Keine Angst, Du brauchst kein großes Brimborium dafür. Es läuft alleine im Gedanken ab.
Wenn Du nämlich wach bist (und ggf Deine Eintragungen ins Nächtebuch erledigt hast), dann fängst Du an, darüber zu staunen, dass Dein Körper so funktioniert, wie er es tut. Möglicherweise hast Du irgendwelche Zimperlein, aber das ist doch nur ein Zeichen dafür, dass Dein Nervensystem funktioniert und Dir Meldung gibt, was beachtet werden muss.
Mach Dir klar, wie Deine Verbindungen zur Welt wieder aufgebaut werden und Du sehen, hören, riechen kannst. Du spürst die Bettdecke, Deine(n) Partner(in) neben Dir und erfreust Dich daran, dass die Welt noch da ist. 
Du spürst wie die Neuronen in Deinem Gehirn wieder langsam zu "leuchten" beginnen - natürlich leuchten sie nicht wirklich ;)

Wie Du dieses Ritual vollziehst ist sehr individuell und viel mehr als allgemeines Geschwätz kann ich an dieser Stelle nicht ablassen. Es geht einfach darum, das morgendliche Erwachen bewusst zu erleben und die langsame Trennung von der Traumwelt zu erkennen. Nicht, um die "normale" Welt  von der Traumwelt abzutrennen sondern um die Traumwelt zu erkennen.
Du kannst dieses Ritual bis nach dem Frühstück ausdehnen, wenn Du willst.
Hier gilt ohnehin allein, was Du Dir erdacht hast.
Also los, sei kreativ und überlege Dir Dein eigenes Aufstehritual.