Positiv Denken

Letzte Änderung: 11.07.2018

Schon bei dem Begriff positiv Denken rümpft so mancher seine Nase. Und das ist auch verständlich, denn am häufigsten hört man diesen Begriff, wenn man ihn nicht hören will. Wenn etwas Unangenehmes oder gar Schlimmes geschieht, dann kommen unweigerlich die gut gemeinten Ratschläge frei nach dem Motto "Du musst das Positive darin sehen".
Das ist aber gar nicht so einfach und wenn man in der Situation steckt, dann will man gar nichts Positives sehen, es ist einfach nur schlimm. So ergeht es jedenfalls mir.

Von diesem aufgesetzten positiven Denken will ich hier aber gar nicht reden/schreiben. Ich meine mehr, die alltäglichen Gedanken und Gespräche darauf zu trimmen, negative Formulierungen durch positive zu ersetzen. Das bedeutet nicht, alles toll zu finden. Es bedeutet lediglich, die negativen Formulierungen zu vermeiden.
Das Geheimnis ist nämlich, dass unser Unterbewusstsein den Begriff nicht übersieht. Um also zu sehen, was Dein Unterbewusstes sieht, streiche mal in all Deinen Formulierungen die Begriffe "nicht", "nie", "falsch", etc. Wie Du faststellst liest Du genau das Gegenteil dessen, was Du meintest.
Und wenn Dein Unterbewusstes es falsch versteht, dann geschieht es auch falsch.
Wenn Dir also ein Gedanke durch den Kopf schiesst wie "Ich darf auf keinen Fall zu spät kommen", dann versteht Dein Unterbewusstes "Ich darf zu spät kommen". Besser ist: "Jetzt muss ich mich aber beeilen".
Also untersuche Deine Gedanken auf diese Begriffe und ersetze sie.

Ganz ähnlich verhält es sich auch mit Formulierungen wie "Das kann ich nicht", "Das kapiere ich nie", etc.
Man könnte jetzt sagen, wenn das nicht gestrichen wird, dann ist ja alles gut. Es ist aber etwas komplizierter. Denn eine Aussage wie oben hinterlässt trotzdem den Beigeschmack des Versagens und damit Angst.
Wenn Dir also solche Gedanken in den Kopf kommen, dann halte kurz inne und prüfe, ob das stimmt. Wenn Du etwas tatsächlich nicht schaffen kannst dann lass es. Anderenfalls korrigiere Deine Gedanken durch "Da muss ich mich aber ganz schön konzentrieren" o.ä..
Damit hast Du den Gedanken positiv umformuliert und konzentrierst Dich stärker. Damit erhöhst Du die Chance, es zu schaffen. Natürlich heißt das nicht, dass Du es auf jeden Fall schaffst, aber immerhin stehst Du Dir nicht mehr selbst im Weg.