Bindrunen

Letzte Änderung: 11.07.2018

Der Sinn und Zweck einer Bindrune ist, die Bedeutungen mehrerer Runen in einem Zeichen zusammenzufassen. Ein solches Zeichen kann dann als Sigille oder auch als Talisman oder Amulett verwendet werden.
Oder man nimmt sie einfach zu dekorativen Zwecken, denn ich finde Binderunen recht hübsch.

Aber wie machst Du solch eine Binderune? Das ist denkbar einfach. Du wählst zunächst die Runen, die Deinem Zweck am ehesten entsprechen. Diese fügst Du zu einem einzelnen Zeichen zusammen. Die Wahl der Runen ist dabei ausgesprochen wichtig. Wie Du die Wahl triffst ist - natürlich - von Deinem Geschmack und der Situation abhängig.
Du kannst zum Beispiel "zufällig" welche aus Deinem Beutel ziehen und diese dann verwenden. Du kannst die richtigen Runen aufgrund des Verwendungszwecks und der Bedeutung bewusst heraussuchen. Du kannst auch auf Visionssuche gehen und danach Deine Auswahl treffen. Es liegt bei Dir.
Im Allgemeinen genügen drei Runen, um eine Aussage zu treffen. Manchmal genügen auch weniger oder es sind mehr notwendig.
Nun müssen diese Runen zu einem Zeichen kombiniert werden. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten, ich will hier zwei zeigen.

Die erste ist die von mir bevorzugte. Sie geht davon aus, dass alle Runen auf zwei Hexagonen dargestellt werden können. Die Bindrune soll also entsprechend auch auf diesen Hexagonen stehen.
Dazu setze ich die Runen einfach auf das Hexagon. Heraus kommt eine Bindrune, die noch immer die Grundform der Runen hat und aus der man nicht so einfach herauslesen kann, welche Runen sie beinhaltet.
Die Größe ist immer maximal die der verschachtelten Hexagone, das macht es besonders einfach, diese Runen für Schmuckstücke zu verwenden.
Das Beispiel rechts ist eine Bindrune aus Fehu, Eiwaz und Sowelu. Zum Verständnis habe ich die Hexagone mit dargestellt und die Runen als Umrisse gezeichnet. In Wirklichkeit wird weder das Hexagon-Raster
An welcher Stelle im Hexagon die einzelne Rune steht ist Deine Sache und Du kannst es aufgrund der Gewichtung für Deinen Wunsch variieren.
Diese Binderune hat den Vorteil, ähnlich wie eine Sigille, ihre Bestandteile zu verschleiern. Das macht es einfacher, die Bedeutung zu vergessen.

Die zweite Möglichkeit für eine Binderune ist, die Runen nach Belieben zu kombinieren. Dabei musst Du keine Rücksicht nehmen auf Größe und Winkel. Jede Rune bleibt bei jedem Drehwinkel von jeder anderen unterscheidbar. Es gibt keine Verwechslungen.
Ein großer Vorteil ist hier, dass es mit mehr Runen immer noch gut aussieht. Für mich ist die Optik wichtig, damit ich auch gerne damit arbeiten mag, das kann für Dich natürlich auch ganz egal sein.
Diese Binderune wird so angelegt, dass sie nicht sofort zu lesen ist, aber es sollten keine Linien gemeinsam genutzt werden, so wie es bei der ersten Methode ausdrücklich erwünscht ist. Kreuzungen sind kein Problem, es sei denn, es passt nicht zum Zweck der Rune. So würde ich einen Lösungszauber zum Beispiel nicht mit einer sich kreuzenden Bindrune begleiten.
Ein Beispiel will ich hier nicht darstellen, da es alleine auf Deine eigene Imagination ankommt. Die will ich nicht durch ein Beispiel beeinflussen. Aber es kann nachher ähnlich einer Sigillen-Buchstabengruppe aussehen.