Runen herstellen

Letzte Änderung: 11.07.2018

Ausgezeichnet!
Du denkst anscheinend darüber nach, Deine Runen selbst herzustellen.
Denn wie bei jedem anderen Werkzeug gilt auch hier, daß es um so besser funktioniert, je mehr Energie und Leidenschaft Du hineingesteckt hast. Und die maximale Energie steckt man bei einer schwierigen Herstellung hinein.
Die Herstellung Deiner eigenen Runen ist nicht wirklich schwer, sollte aber mit Sorgfalt ausgeführt werden.
Was Du benötigst ist das Material in Form von 24 Scheiben aus Holz, Knochen oder Stein. Flache Steine kannst Du genauso verwenden wie kleine Knochen. Es kommt eben auf Dich an, was Dir gefällt und richtig erscheint.
Wenn Du willst funktionieren auch Pappkarten, Metallklumpen, Lederstücke, Glasmurmeln oder sonstwas. Die normalen Scheiben sind allerdings am praktischsten, deshalb kümmere ich mich um diese.
Meine eigenen Runen sind übrigens kleine verschiedenartige flache Steine. Die sind weder poliert noch zerkleinert sondern nur gereinigt.
Und es funktioniert echt gut.

Wenn Du Dich für Holzrunen entscheidest solltest Du von einer Esche, einem Apfelbaum, einer Eiche, einem Haselnussstrauch oder einer anderen magischen Pflanze einen Ast nehmen. Du kannst auch für jede Rune den entsprechenden Baum verwenden. Dann solltest Du aber lieber Runenstäbe verwenden, damit Du nicht von jedem Baum einen ausreichend dicken Ast abnehmen musst.
Der Ast muss natürlich die richtige Dicke haben und so lang sein, daß Du 24 ausreichend breite Scheiben daraus bekommst.
Vor dem Sägen bittest Du natürlich den Baum um Erlaubnis. Vielleicht hast Du ja sogar Glück und findest einen entsprechenden Ast unter dem Baum liegen.
Dann kannst Du Dich glücklich schätzen, denn der Baum hat Dir das Holz geschenkt. Diesen Ast sägst Du schließlich in 24 gleich dicke Scheiben.

Runenscheiben

Nun geht es an die Bearbeitung. Wie die Runen letztlich aussehen ist Deine Sache. Du kannst sie rund oder eckig machen oder auch in der natürlichen Form lassen. Du kannst sie nachher anmalen oder es lassen, verschiedene Farben für die Symbole verwenden.
Auf jeden Fall nimmst Du Dir für jede einzelne Rune so viel Zeit, wie es eben braucht.
Du meditierst über jede einzelne Rune, bevor Du sie ins Material senkst. Dadurch bereitest Du das Material vor, denn es ist nachher eins mit der Bedeutung der Rune.
Schließlich (ggf nach einem Schleifvorgang) kannst Du die Rune in die Scheibe fräsen, schleifen, schneiden oder löten. Wie Du es machst kommt auf Deine Vorlieben an. Runen eignen sich aufgrund ihrer Form ausgezeichnet dazu, geschnitten zu werden. In Stein oder Knochen ist das natürlich nicht möglich, hier ist ein Dremel das geeignete Werkzeug, um die Runen hineinzufräsen.

Nun hast Du also Deine Runen im Material, dann braucht es nur noch wenige Schritte. Nämlich solltest Du eine Holzscheibe nun final schleifen und dann, wenn Du zufrieden bist, die Runen ausmalen.
Das Ausmalen empfehle ich dringend, denn es macht das Erkennen aus der Entfernung beim Runenwerfen leichter.
Zum Malen eignet sich eine natürliche Farbe oder Tinte. Wenn Du es wirklich richtig machen willst kannst Du natürlich auch Dein eigenes Blut verwenden. Das wäre dann die Krone, um die Runen auf Dich selbst "einzuschwingen".
Aber ganz hübsch macht sich auch Drachenblut, mit einem Öl zu einer dicken Paste vermengt. Das Öl sickert in das Holz und das Drachenblut sieht Blut zum Verwechseln ähnlich ;)
Solltest Du Dich für Holzrunen entschieden haben, dann solltest Du die Runen jetzt mit heißem Wachs versiegeln, indem Du eine dünne Schicht hineinpolierst. Das gibt dem Holz einen hübschen Schimmer und schützt vor eindringendem Wasser.

Nun sind Deine Runen fertig und es bleibt nur noch, sie auszuprobieren.
Erwarte keine Wunderdinge von Anfang an, sondern wirf zunächst ein paar mal, damit Ihr Euch aneinander gewöhnen könnt.
Und dann kannst Du dazu übergehen, erste Orakel zu werfen oder zu ziehen. Hab Geduld, mit der Zeit werden sie immer genauer.

Runenstäbe

Neben der Verwendung von Scheiben kannst Du auch Stäbe verwenden. Sie benötigen weniger dickes Holz und in fast allen historischen Berichten über das Runenwerfen oder -Ziehen ist von Stäben die Rede.
Dazu nimmst Du 24 etwas weniger als fingerdicke Zweige und schneidest sie auf die richtige Länge. Irgendwo zwischen fingerlang und einer Elle, musst Du selber schauen was Dir am besten gefällt.
Achte darauf, dass alle Stäbe gleich lang und gleich dick sind. Sie sollten keine übermäßigen Unregelmäßigkeiten haben, an denen man sie später blind erkennt.
Ich empfehle, das Holz zu schälen, wenn Du die Stäbe länger verwenden willst, weil sonst die Rinde irgendwann nicht mehr schön ist. Auch solltest Du den Zweig in frischem Zustand verwenden, damit das Holz leicht zu bearbeiten ist und damit später die Farbe kleben bleibt.
Nun schneidest Du mit einem scharfen Messer, am besten mit Deiner Athame so Du eine besitzt, die dünnere Seite gerade ab, die dicke Seite in einem spitzen Winkel.
Auf die Schnittfläche oder in die Außenhaut schnitzt Du die Rune ins Holz. Ich empfehle, die Schnittfläche nach dem Einschnitzen mit einem Pulver wie Kohlestaub oder Drachenblut einzureiben und dann sauber zu wischen, evtl schleifen. So daß in den Schnitten das Pulver hängenbleibt und sich mit dem Saft des Baumes verbindet.
Wenn Du damit fertig bist kannst Du die Stäbe verwenden. Allerdings solltest Du nicht versäumen, wie bei den Scheiben, auch hier über den einzelnen Runen zu meditieren.