Rituale

Letzte Änderung: 16.07.2018

Allgemeiner Ablauf

Ein Ritual ist eine bestimmte Art von Zauber.
Wie schon an anderer Stelle erwähnt, stammen die Wörter Ritual und Routine aus demselben Wortstamm, sind also miteinander verwandt.
Und damit haben wir auch schon den ersten wichtigen Punkt zum Erkennen eines Rituals gefunden: Es wiederholt sich ständig.
Ein Ritual ist eine ständig wiederkehrende Tätigkeit, die einem bestimmten Zweck dient.  Das muss nicht unbedingt ein Zauber sein, auch ein ganz alltägliches Tun ist ein Ritual, das sich richtig anfühlen muss. Für mich ist es zum Beispiel das morgendliche Kaffekochen. Manch anderer findet meditative Ruhe beim Bügeln oder Abwaschen.
Ein anderes Beispiel für ein Ritual ist ein Jahresfest. Es geschieht zwar nicht jeden Morgen, aber die Grundlagen sind ähnlich. 
Wenn man zu Beltane den Altar errichtet, so sieht dieser zwar jedesmal anders aus, aber die Tätigkeiten sind einander jedes Mal ähnlich. Es ist ein Ritual.

Und wie geht das jetzt?

Das weiß ich doch nicht.
Ich weiß, wie meine Rituale ablaufen, und ich kenne die Rituale manch anderer aber ich habe keine Ahnung, wie Du Deine Rituale gestaltest.

Für magische Rituale kann man im Groben sagen, dass es sich in verschiedene Abschnitte aufteilen lässt (nicht soll, muss jeder selber wissen).
Dies sind:

Schutz: Du kannst mit Hilfe eines Schutzkreises den Bereich, in dem das Ritual stattfindet, vor ungewollten Einflüssen schützen.

Einladung: Wenn Du in Deinem Ritual Mächte benötigst, um das Ritual zu einem Erfolg zu bringen, dann kannst Du diese Kräfte einladen. Durch die Einladung sind die Kräfte imstande, den Schutzkreis zu "übertreten" und in Deinem Ritual zu wirken. Welche Kräfte dies sind liegt an Dir, es können Elemente sein, Götter, Ahnen, sogar Dämonen. Deine Einladung entscheidet, also wähle weise.

Zauber: Ein Ritual ist häufig ein Rahmen für einen konkreten Zauber. Wenn Du also einen Zauber zu einem bestimmten Zweck versuchst, dann ist es hilfreich, ihn in einem Ritual zu "verpacken". Erst die geübten Strukturen schaffen, dann den Zauber in der Atmosphäre ausführen und schließlich

Öffnung: Wenn Du Dein Ritual in einem Schutzkreis abgehalten hast, den Du nicht verlassen durftest, dann musst Du ihn am Ende wieder öffnen. Dazu kannst Du Dich bei den unterstützenden Mächten bedanken und den Kreis für geöffnet erklären. Manchmal ist es empfehlenswert, zwischen dem Zauber und der Öffnung des Kreises einige Zeit verstreichen zu lassen und den Zauber auch als beendet zu erklären.

Wie Du die einzelnen Schritte durchführst ist alleine Deine Angelegenheit und wenn Dir jemand eine bestimmte Vorgehensweise vorschreiben will, dann ist das keine gute Idee. Ein Ritual ist eine sehr persönliche Sache, die ganz tief in Dein eigenes Ich geht. Daher kannst Du gerne Erfahrungen anderer nutzen, aber dann an Dich anpassen. Letztlich entwirft jeder sein Ritual für sich.
Und wenn Du das machst, habe keine Angst, den Ablauf zu ändern. Denn Du veränderst Dich im Laufe der Zeit und die Umstände ändern sich. Sei flexibel.

Ich bin ohnehin der Meinung, dass man ein Ritual nicht zu starr gestalten sollte sondern Platz für unerwartete Ereignisse lassen muss.
Im Laufe meiner Erfahrung habe ich immer wieder festgestellt, dass die kräftigsten Rituale jene sind, in denen etwas Unvorhergesehenes geschehen ist (Man hat etwas vergessen, jemand hat etwas gefunden oder sowas) und man sich mit Hilfe der Routine wieder konzentrieren und behelfen oder etwas neues einbinden konnte.
Außerdem ist eine es gute Idee, zwei verschiedene Ritualabläufe parat zu haben: Eines nur für Dich und eines, wenn Du in einer Gruppe zauberst.