Blind lesen

Letzte Änderung: 12.07.2018

Blind lesen ist vielleicht nicht der beste Begriff, denn man ist ja nicht wirklich blind dabei, lediglich die Auswahl ist blind, also "zufällig".

Du nimmst einfach ein Buch her. Ganz gut geeignet sind für unsere Zwecke die Bibel oder die Edda. Falls Du die grade nicht im Haus hast oder nicht verwenden willst, dann nimm statt dessen ein anderes Buch, das in Versform gehalten ist. So spricht zum Beispiel nichts gegen die gesammelten Werke vom Wilhelm Busch oder dergleichen. Du kannst auch jedes andere Buch, einen dicken Roman oder auch Dein Tagebuch hernehmen.
Du solltest einen persönlichen Bezug zum Buch haben, das erleichtert die Interpretation. Worauf Du achten solltest ist, dass das Buch keine zu deutlichen Lesespuren hat, Taschenbücher zum Beispiel haben auf Seiten, die besonders stark umgeblättert wurden, einen deutlichen Knick. Das ist beim Lesen zwar nicht schlimm, wenn Du allerdings eine zufallige Seite auswählst, dann kann ein solcher Knick die Auswahl verfälschen.
Nun schlägst Du eine Seite auf. Wie Du die Auswahl triffst ist Deine Sache, Du kannst einfach die Seiten wie ein Daumenkino durch Deine Finger flutschen lassen und irgendwo stoppen. Du kannst das Buch auch auf den Tisch werfen und die Seite nehmen, die dann aufgeschlagen ist.
Oder Du würfelst die Seite aus, auch Zahlen aus Deiner Umgebung kannst Du hernehmen. Fährt grad ein Auto mit dem Kennzeichen XY-Z 123 an Dir vorbei, dann nimmst Du halt Seite 123. Hat das Buch nicht so viele Seiten, dann musst Du improvisieren und zum Beispiel die Quersumme verwenden oder die Zahl aufteilen und Seite 12, Kapitel 3. Sei originell. Hast Du also die Seite aufgeschlagen, dann tippst Du spontan irgendwo auf diese Seite. Statt raufzutippen kannst Du auch ein Münze auf die Seite werfen, der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Worauf hast Du nun getippt? Diesen Abschnitt liest Du sehr sorgfältig, denn er beinhaltet die Antwort auf Deine Frage, auch wenn diese Antwort mal nicht ganz offensichtlich ist ;)