Blind schreiben

Letzte Änderung: 12.07.2018

Blind schreiben ist schon eher etwas für Leute, die in irgendeiner Form channeln können oder die schon mehr Erfahrung haben mit Meditation und tiefer Trance. Denn genau darum geht es hier.
Sie ist weniger geeignet als normales Orakel für Alltagsfragen wie "werde ich den Job bekommen?", dafür ist es schlicht zu aufwändig und ich finde die Technik auch ziemlich schwierig. Sie ist mehr geeignet, um persönliche Lebensfragen zu klären oder um Krisen zu meistern.
Um blind zu schreiben nimmst Du einen Stift zur Hand - am besten einen weichen Bleistift - und ein großes Papier. Die Qualität tut dabei nichts zur Sache, billiger ist eher besser, weil die meisten Versuche, wenn überhaupt etwas, eher ein wildes Gekritzel ergeben. Solch ein Gekritzel darf Dich aber nicht entmutigen. Im Gegenteil: Es ist ein Zeichen, dass Du auf dem richtigen Weg bist und weitermachen solltest.

Nun hast Du also den Stift in der Hand und das Papier vor Dir. Jetzt kommt es darauf an, was Dir am besten liegt, also ist anfangs eine Ausprobier-Phase angesagt. Es gibt die Möglichkeit, mit seinem Verbindungsgeist, göttlichen Führer, inneren Selbst, Schutzgeist oder wie auch immer Du es nennen magst in Verbindung zu treten und Deine Frage zu übermitteln. Am besten sprichst Du die Frage laut aus, die Form ist dabei - wie immer - unerheblich. Wenn es Dir gefällt, dann mach' einen Reim draus oder eine Beschwörungsformel, Du kannst auch einfach fragen "liebes inneres Selbst, bitte nenne mir doch die Antwort auf die Frage ...". Statt es auszusprechen kannst Du es auch als erstes auf das Papier schreiben. Als Sigille oder als ausgeschriebene Frage, in Briefform oder als Vers, es kommt alleine darauf an, wie es Dir liegt.

Über diese Frage fällst Du nun in Trance, meditierst. Wenn Du nun meinst, noch nie in Trance gewesen zu sein, dann lies vorher bitte den Artikel drüber.
Nun hast Du die Frage an Dein Unbewusstes (oder was auch immer für Dich die richtige Bezeichnung ist) weitergegeben und schaltest quasi ab.
Während des Überganges kann es sein, dass Du Dinge hörst und siehst, dass einige Sachen von unten aufsteigen, die Du für begraben gehalten hast.
Lass Dich davon nicht verunsichern, so etwas sind normale Begleiterscheinungen und Du solltest sie als positives Zeichen bewerten.
Wenn nun alles klappt übernimmt das Unbewusste die Kontrolle über den Körper - was genau genommen natürlich so nicht korrekt ist aber zur Erklärung genügt diese Darstellung. Dein Körper fängt an, taub zu werden, Du scheinst den Kontakt zum Körper zu verlieren. Genau so soll es sein. Nun bringt Dein Körper, unabhängig von Dir Zeichen zu Papier.
Darum musst Du Dich nicht kümmern, es passiert einfach. Sobald Du wieder erwachst findest Du diese Zeichen oder Schrift auf dem Papier. Es kann dabei sein, dass es nur Schmierereien sind, zu Anfang wird dort gar nichts sein. Das sollte Dich nicht davon abbringen, denn blind schreiben ist eine fortgeschrittene Technik, die nicht einfach zu beherrschen ist.
Wenn Du Erfolg hast, dann steht in mehr oder weniger lesbarer Schrift eine Antwort auf Deine Frage auf dem Papier. Manchmal in einer anderen Handschrift als Deiner eigenen. Der Text - so Du ihn lesen kannst - ist meist etwas unverständlich und setzt voraus, dass Du drüber nachdenkst.

Halbblind

Eine andere Technik des Blind-Schreibens ist nicht wirklich blind. Für sie ist ein Bleistift ungeeignet, besser ist ein Schreibwerkzeug, das schreibt und schreibt und schreibt. Zum Beispiel ein Kugelschreiber oder Filzer. Und auch wieder ein großes Papier.
Bevor Du schreibst kannst Du Dich auf Dein Problem konzentrieren und es an Dein Unbewusstes übergeben. Das machst Du wie oben beschrieben.
Nun fängst Du an zu schreiben, unverkrampft und locker. Fang an wie Du willst, Du kannst zum Beispiel die Frage als Ausgangspunkt nehmen. Denk nicht drüber nach was zu schreibst, halte den Stift ganz locker, denn Du wirst sehr viel schreiben. Wenn Deine Gedanken abdriften halte sie nicht fest sondern lass sie driften. Schreib so schnell Du kannst, ohne die Hand zu verkrampfen und wenn Dir mal nichts einfallt was Du schreiben kannst dann denk nicht drüber nach sondern beschreibe was Du siehst und fühlst. Keine Angst vor Wiederholungen, die lassen sich nicht vermeiden, lass es zu.
Mit der Zeit wird sich Dein Geist leeren und Inhalte aus dem Unbewussten kommen in den Text. Filtere nicht sondern schreibe es unverzüglich auf. Auch wenn es keinen Sinn ergibt, schreib es trotzdem auf. Über diese Tätigkeit wirst Du in Trance fallen und einfach weiter schreiben.
Wenn Du dann wieder wach wirst, kann es sein, dass auf dem Papier etwas steht, was Du Deiner Meinung nach nicht geschrieben hast. Das ist der Text, den es zu analysieren gilt, denn er beinhaltet wahrscheinlich die Antwort auf Deine Frage oder Dein Problem.
Wenn Du blind auf der Tastatur tippen kannst dann kannst Du die oben beschriebene Technik auch am Computer machen. Statt eines großen Blattes Papier nimmst Du halt ein einfaches Textprogramm (schön einfach, keine Gedanken an die Bedienung verschwenden) und statt eines Stiftes nimmst Du die Tastatur und fängst an zu tippen. Ich empfehle dabei, nicht auf dem Bürostuhl zu sitzen sondern ein gemütliches Sitzmöbel heranzuholen. Vielleicht ist es für Dich gut, wenn Du keinen Monitor an hast. Rechtschreobfehöler spielen keine Rolle.
Ansonsten ist es genauso zu handhaben wie oben beschrieben.