Kipperkarten

Letzte Änderung: 12.07.2018

Nachdem ich für mich bemerkt hatte, dass mir ein normales Tarot zu allgemein wurde, entdeckte ich bei einer Freundin die Kipperkarten. Diese verzichten komplett auf die Aufteilung in Arkanen, Farben und Nummerierung. Sie bestehen aus 36 Karten mit einer recht klaren Symbolik, dadurch ist das Legen mit ihnen einerseits viel einfacher, auf der anderen Seite empfinde ich die Kipperkarten als weitaus präziser.
Auch hier will ich nicht auf die Deutungen eingehen, weil ich finde, dass jeder die Karten selbst entdecken sollte. Außerdem gibt es im Netz und in jedem Buchhandel ausreichend Lektüre zu dem Thema.

Mein bevorzugtes Legesysteme werd ich aber dennoch kurz beschreiben:
Anfangs nimmst Du aus dem Stapel die männliche bzw weibliche Hauptperson (der/die Fragende) heraus und die Karte, die am ehesten die Frage repräsentiert. Bei einer allgemeinen Frage wie "was kommt auf mich zu?" hast Du die Wahl zwischen dem Wohnzimmer (7 Wochen) und dem Haus (7Monate). Ansonsten wählst Du die Karte nach der Bedeutung, die sie für Dich hat. Diese beiden Karten legst Du nebeneinander offen hin.
Der Fragende mischt dann die Karten gut durch und zieht weitere acht Karten.
Die erste legst Du rechts neben die beiden Karten. Diese Karte gibt einen Hinweis darauf, wie die folgenden Karten zu lesen sind. Ist es zum Beispiel das Gericht, dann werden die folgenden Karten eine Entscheidung näher beschreiben. Ist es zum Beispiel der Diebstahl, dann werden die folgenden Karten beschreiben, was für eine Form von Verlust zu erwarten ist. Und so fort. Diese Karte legst Du gleich offen hin.
Dann legst Du unter diese drei Karten die nächsten drei von links nach rechts. In einer dritten Zeile die nächsten drei. Und die letzte Karte legst Du zur Seite. Diese letzte Karte ist noch ein kleiner Bonus. Was darinnen steht ist vollkommen frei. Es kann noch ein weiterer Hinweis sein, ein Einwand oder eine Einschränkung, es kann alles sein.

Die Deutung ist nicht schwer, kann aber komplex werden. Denn hier sind die Karten in Zeilen und Spalten aufgeteilt. Die drei Karten der zweiten Zeile gehören zusammen, sowie auch die Karten der dritten Zeile.
Außerdem beziehen sich die zwei Karten der ersten Spalte auf die Hauptperson. Die zwei Karten der mittleren Spalte beziehen sich auf die Frage, die rechten zwei Karten beziehen sich auf den Hinweis, den Du zuerst ausgelegt hast.
Das klingt jetzt etwas kompliziert, ist es aber nicht. Probier es einfach mal aus.
Du kannst natürlich auch für Dich entscheiden, dass Du es anders liest oder Du lässt die Aufteilung in Zeilen und Spalten weg. Außerdem kannst Du, wenn Du in eine Sackgasse kommt, noch einen Hinweis legen. Ich lasse zum Beispiel gerne den Fragenden eine Karte blind aus dem Haufen nehmen und auf die ausgelegten Karten werfen. Je nachdem, welche Karte es ist und wo sie landet ist eine genauere Aussage möglich.
Wie immer: Es ist allein Dein Ding.

PS: Aus urheberrechtlichen Gründen darf ich keine Karte als Beispiel zeigen. Es hat mich zwar noch niemand deswegen angeschrieben, aber ich bin besser vorsichtig. Vorschaubilder bekommst Du auch beim Händler Deines Vertrauens.