Luzide Träume

Letzte Änderung: 12.07.2018

Luzide Träume sind nicht unbedingt laszive Träume. Bitte nicht verwechseln ;)

Luzide Träume (helle Träume), auch Klarträume oder offene Träume genannt, sind welche, in denen Du weist oder bemerkst, dass Du träumst.
Das ist eine tolle Sache, denn dann kannst Du direkt mit Deiner Traumwelt interagieren. Du kannst Personen und Tiere einfach fragen, was sie in Deinem Traum bedeuten. Du kannst alles tun, was Du willst. Ein paar Vorschläge gefällig?

  • Du kannst unglaublich hoch hüpfen
  • Sehr tief fallen - ohne Blessuren
  • Vielleicht sogar fliegen, dafür braucht es einige Sicherheit
  • Schnell rennen
  • Einfach geniessen
  • Tief tauchen, ohne atmen zu müssen oder Probleme mit dem Druck
  • Schwierig, aber möglich ist es, Sachen entstehen zu lassen
  • Oder die Umgebung durch Deinen Willen zu beeinflussen, dafür braucht es Erfahrung
  • Und ja, auch interessante sexuelle Erfahrungen sind möglich
  • Und noch viel viel mehr, eben alles was Deine Fantasie hergibt.

Um das Bemerken eine luziden Traumes zu erleichtern gibt es wieder verschiedene Techniken.
Einerseits ist es in Träumen so, dass Gegenstände sich häufig anders anfühlen als in echt. So hab ich es mir zum Beispiel zur Gewohnheit gemacht, beim Vorbeigehen mit meinen Händen über Oberflächen zu gleiten. Das fällt nicht auf und diese Angewohnheit habe ich inzwischen auch im Traum. Wenn ich dann über eine Oberfläche streife, die sich anders anfühlt als gewohnt weiß ich "Oh cool, ich träume". Das überprüfe ich dann noch an anderen Dingen, um ganz sicher zu sein.
Eine andere Methode funktioniert nur, wenn Du etwas Geschriebenes siehst. Falls Du Dir nicht sicher bist, ob Du träumst, dann schau weg und dann wieder hin. In Träumen verändert sich häufig das Geschriebene. Aus irgendwelchen Gründen sind wir nicht in der Lage, das Geschriebene wieder mit genau dem Text zu sehen. Wenn sich also das Geschriebene verändert, dann träumst Du. Allerdings solltest Du bei Anzeigetafeln auf einem Flughafen oder Bahnhof mit dieser Schlussfolgerung vorsichtig sein ;)
Eine weitere Möglichkeit ist, etwas zu tun, das eigentlich unmöglich ist. Um also zu überprüfen, ob Du träumst, hüpfe. Und zwar so hoch, wie Du kannst. Wenn dieser Hüpfer mehr als 2 Meter geht kannst Du Dir sicher sein, dass Du träumst und Dich ins Abenteuer stürzen.

Anfangs kann es sein, dass Du bei der Erkenntnis, zu träumen wieder aufwachst oder etwas anderes träumst bzw wieder vergisst, dass Du träumst. Das liegt an zweierlei: Einerseits ist man anfangs noch sehr aufgeregt, was natürlich auch Deinen Körper beeinflusst. Dein Herzschlag steigt und Du erwachst. Das ist ganz normal. Das andere ist, dass Dein Unbewusstes versucht, Dich zu täuschen und Dir klarzumachen, dass Du in Wirklichkeit gar nicht träumst.
Mit fortschreitender Erfahrung wirst Du immer sicherer und regst Dich auch nicht mehr so sehr auf. Und damit kannst Du in Deinen Traumerlebnissen immer weiter gehen.

Aber ich will auch eine Warnung nicht vergessen. Es gibt Bedenken, dass man, wenn nur noch luzide Träume erlebt werden, die normalen Erlebnisse des Tages nicht mehr richtig verarbeiten kann. Ich weiss nicht, ob das stimmt. Aber etwas spricht klar dagegen: Wir haben mehr als einen Traum pro Nacht, eher vier oder sechs. Und wenn einer davon luzid ist, dann sind immer noch mehrere andere ganz normal und erfüllen ihren Zweck. Dazu kommt, dass die offenen Träume eher gegen Ende der Nacht kommen, wenn das Bewusstsein sich langsam wieder regt. Die Träume, die vorher waren, sind ganz normal wirr.
Nichtsdestotrotz sollten wir diese Einwände im Auge behalten und eine gesunde Balance anstreben.

Die Erfahrungen aus den luziden Träumen schreibst Du selbstverständlich auch ins Nächtebuch.