Phänomene

Letzte Änderung: 12.07.2018

An dieser Stelle will ich mich (noch) unerklärlichen oder besonders hartnäckigen Phänomenen widmen. Mag sein, dass viele Phänomene durch unzuverlässige Wahrnehmung/Erinnerung (was eigentlich das gleiche ist), romantische Verklärung oder durch die schlichte Lust am Phänomen entstanden sind und entstehen.

Das darf uns aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dennoch einige Sachen gibt, die heute (noch) nicht erklärt werden können.
Ich begrüße das, denn ich will in keiner Welt leben, in der alles erklärt werden kann. Wo bleibt denn da die Spannung?
Es gibt zu vieles, was nicht in die gängige Weltvorstellung passt. Das sollte weder vergessen noch ignoriert werden, denn nur all zu viel Forschergeist würde verlorengehen, wenn niemand diese gängigen Welterklärungen anzweifelt.

Wie ich so gerne sage: Die Wissenschaft hat zwar wahrscheinlich Recht, weiß aber noch lange nicht alles.

Viele Phänomene, auf den ersten Blick unerklärlich, lassen sich oft auf Fehler in der Wahrnehmung und/oder in der Erinnerung zurückführen.
In vielen Experimenten wurde nachgewiesen, daß unser Wahrnehmungsvermögen gar nicht so unfehlbar ist, wie wir gerne glauben.
Ein paar Beispiele:
Wie groß ist der Mond (hoch über dem Horizont stehend), wenn man ihn mit einem mit ausgestrecktem Arm gehaltenen Lineal misst? Sind es unter ein Zentimeter, ein bis zwei Zentimeter, zwei bis vier Zentimeter oder mehr als vier Zentimeter? Bitte schreibe erstmal Deine Meinung aus der Erinnerung auf, dann schau Dir den Mond an und schreib Deine Meinung ebenfalls auf. 
Wichtig: Er sollte mehr als 30° über dem Horizont stehen, sonst wirkt die Atmosphäre als Linse und er wirkt größer.
Na, wieviel hast Du geschätzt?
Die Lösung: Er ist sechs Millimeter groß +/- ein Millimeter, abhängig von Deiner Armlänge.

Jede Menge Psychologen sind dabei, der unzuverlässigen Wahrnehmung auf den Grund zu gehen. Schon alleine, weil die Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen direkt davon abhängt, wie dicht die Erinnerungen an den tatsächlichen Geschehnissen liegen und wie sehr sie beeinflussbar sind.
Schließlich hängen davon ganze Schicksale ab. Und es hat den Anschein, daß Zeugenaussagen nicht wirklich viel wert sind. Unser Gedächtniss funktioniert nicht wie ein Fotoapparat, der Bilder abspeichert und sie unverändert läßt. Alles was wir sehen oder hören (Oder riechen, fühlen, schmecken) wird augenblicklich vom Gehirn gefiltert, interpretiert und mit Dingen verglichen, die wir schon kennen. Das ist notwendig, weil wir sonst all die Informationen gar nicht verarbeiten könnten.
Umgerechnet in Digitaldaten (natürlich hinkt der Vergleich, aber er gibt ein ganz gutes Verständnis für die Problematik) empfängt das Gehirn in jeder Sekunde etwa 100MByte von Augen, Ohren, Nase, Tastnerven und Zunge. Diese werden vom Unterbewusstsein gefiltert und interpretiert, so daß das Bewusstsein nur noch ein paar KByte zu verarbeiten hat und das schafft es dann auch so grade. Diese Daten sind dann aber kaum noch die wirklichen Bilder vom Auge sondern bereits interpretierte Versionen. Man denke dabei an die zahlreichen optischen Täuschungen, die genau von diesem Effekt leben.
Dieses Phänomen kommt zum Beispiel zum tragen, wenn die Entfernung und die Geschwindigkeit geschätzt werden soll. Das Gehirn kann ab einer gewissen Entfernung nicht mehr aufgrund der Augenstellung die Entfernung schätzen sondern muß anders herangehen, nämlich über ein Bezugssystem. Wir vergleichen das Gesehene mit etwas uns bekanntem. Zum Beispiel eine Lichterscheinung mit einem Flugzeug. Dadurch nehmen wir an, daß es viel dichter ist, als es tatsächlich ist.
Als zum Beispiel Trümmer der russischen Raumsonde Zond IV am 3.3.1968 über den USA in 160km Höhe verglühte haben viele Augenzeugen das beobachtet. Aus den dreißig ausführlichsten Beobachtungen geht ein anderes Bild hervor: Dreizehn befragte Beobachter schätzten dabei die Entfernung auf weniger als 35km, fünf von ihnen sogar auf unter 3km. 
Mit der Zeit verhält es sich ganz ähnlich. Das Phänomen kennen wir alle: Ist uns langweilig, vergeht die Zeit extrem langsam, ist die Situation aber interessant, dann vergeht die Zeit wie im Fluge. Daher sind subjektive Zeitangaben ausgesprochen schwierig und kaum glaubwürdig, wenn nicht jemand tatsächlich auf die Uhr geschaut hat.

Ebenso oder sogar noch stärker als die Wahrnehmung ist die Erinnerung von unseren internen Filtern abhängig. Schon Gespräche untereinander über das grade gesehene verfälschen die Erinnerung. Meinungen anderer werden eingebaut, verglichen und interpretiert.
Reichlich Experimente haben gezeigt, daß sich die Erinnerung im Laufe der Zeit verändert (was übrigens auch der Grund ist, weswegen die Eintragungen in das Nachtbuch nicht nachträglich verändert werden dürfen). Je weiter das Geschehnis zeitlich entfernt ist, desto ungenauer und falscher werden die Aussagen.
Ein ganz besonderes Kaliber sind Aussagen unter Hypnose.
Sie ist ein gutes Mittel, um Erinnerungen aus der Tiefe zu holen, soweit so gut. Der ganz große Nachteil der Hypnose ist allerdings, dass sie das Bewusstsein abschaltet und den kleinen Logik-Wächter auch. Alles aus der Umgebung, besonders die Äußerungen des Hynotiseurs werden sofort in die Erinnerung mit eingebaut und so nimmt der Hypnotiseur direkten Einfluß auf die Äußerungen.
Wenn er zum Beispiel fragt "Hatte das Gerät Fenster", dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Antwort "Ja" lautet. Das aber nicht, weil es wirklich Fenster hatte (das wäre meistens ohnehin unmöglich zu sehen) sondern weil die Frage in die Erinnerung integriert wurde. Zudem impliziert die Frage, dass es sich beim Gesehen um ein Gerät handelt, was sich bei weiteren Fragen als irritierend herausstellen kann.
Deshalb sollte eine Aussage unter Hynose immer und auf jeden Fall objektiv nachgeprüft werden. Nochmal ganz deutlich: Ich halte viele Phänomene wie Spuk oder Ufos für möglich bzw. bin von ihrer Existenz überzeugt. Aber nur selten ist ein Phänomen tatsächlich das, was es zu sein scheint.
Pseudowissenschaftliche Veröffentlichungen wie von Erich von Däniken und Johannes Buttlar tun da ihr übriges, um wirklich interssante Phänomene unglaubwürdig zu machen.

Viele Phänomene, auf den ersten Blick unerklärlich, lassen sich oft auf Fehler in der Wahrnehmung und/oder in der Erinnerung zurückführen.
In vielen Experimenten wurde nachgewiesen, daß unser Wahrnehmungsvermögen gar nicht so unfehlbar ist, wie wir gerne glauben.
Ein paar Beispiele:
Wie groß ist der Mond (hoch über dem Horizont stehend), wenn man ihn mit einem mit ausgestrecktem Arm gehaltenen Lineal misst? Sind es unter ein Zentimeter, ein bis zwei Zentimeter, zwei bis vier Zentimeter oder mehr als vier Zentimeter? Bitte schreibe erstmal Deine Meinung aus der Erinnerung auf, dann schau Dir den Mond an und schreib Deine Meinung ebenfalls auf.
Wichtig: Er sollte mehr als 30° über dem Horizont stehen, sonst wirkt die Atmosphäre als Linse und er wirkt größer.
Na, wieviel hast Du geschätzt?
Die Lösung: Er ist sechs Millimeter groß +/- ein Millimeter, abhängig von Deiner Armlänge.

Jede Menge Psychologen sind dabei, der unzuverlässigen Wahrnehmung auf den Grund zu gehen. Schon alleine, weil die Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen direkt davon abhängt, wie dicht die Erinnerungen an den tatsächlichen Geschehnissen liegen und wie sehr sie beeinflussbar sind.
Schließlich hängen davon ganze Schicksale ab. Und es hat den Anschein, daß Zeugenaussagen nicht wirklich viel wert sind. Unser Gedächtniss funktioniert nicht wie ein Fotoapparat, der Bilder abspeichert und sie unverändert läßt. Alles was wir sehen oder hören (Oder riechen, fühlen, schmecken) wird augenblicklich vom Gehirn gefiltert, interpretiert und mit Dingen verglichen, die wir schon kennen. Das ist notwendig, weil wir sonst all die Informationen gar nicht verarbeiten könnten.
Umgerechnet in Digitaldaten (natürlich hinkt der Vergleich, aber er gibt ein ganz gutes Verständnis für die Problematik) empfängt das Gehirn in jeder Sekunde etwa 100MByte von Augen, Ohren, Nase, Tastnerven und Zunge. Diese werden vom Unterbewusstsein gefiltert und interpretiert, so daß das Bewusstsein nur noch ein paar KByte zu verarbeiten hat und das schafft es dann auch so grade. Diese Daten sind dann aber kaum noch die wirklichen Bilder vom Auge sondern bereits interpretierte Versionen. Man denke dabei an die zahlreichen optischen Täuschungen, die genau von diesem Effekt leben.
Dieses Phänomen kommt zum Beispiel zum tragen, wenn die Entfernung und die Geschwindigkeit geschätzt werden soll. Das Gehirn kann ab einer gewissen Entfernung nicht mehr aufgrund der Augenstellung die Entfernung schätzen sondern muß anders herangehen, nämlich über ein Bezugssystem. Wir vergleichen das Gesehene mit etwas uns bekanntem. Zum Beispiel eine Lichterscheinung mit einem Flugzeug. Dadurch nehmen wir an, daß es viel dichter ist, als es tatsächlich ist.
Als zum Beispiel Trümmer der russischen Raumsonde Zond IV am 3.3.1968 über den USA in 160km Höhe verglühte haben viele Augenzeugen das beobachtet. Aus den dreißig ausführlichsten Beobachtungen geht ein anderes Bild hervor: Dreizehn befragte Beobachter schätzten dabei die Entfernung auf weniger als 35km, fünf von ihnen sogar auf unter 3km.
Mit der Zeit verhält es sich ganz ähnlich. Das Phänomen kennen wir alle: Ist uns langweilig, vergeht die Zeit extrem langsam, ist die Situation aber interessant, dann vergeht die Zeit wie im Fluge. Daher sind subjektive Zeitangaben ausgesprochen schwierig und kaum glaubwürdig, wenn nicht jemand tatsächlich auf die Uhr geschaut hat.

Ebenso oder sogar noch stärker als die Wahrnehmung ist die Erinnerung von unseren internen Filtern abhängig. Schon Gespräche untereinander über das grade gesehene verfälschen die Erinnerung. Meinungen anderer werden eingebaut, verglichen und interpretiert.
Reichlich Experimente haben gezeigt, daß sich die Erinnerung im Laufe der Zeit verändert (was übrigens auch der Grund ist, weswegen die Eintragungen in das Nachtbuch nicht nachträglich verändert werden dürfen). Je weiter das Geschehnis zeitlich entfernt ist, desto ungenauer und falscher werden die Aussagen.
Ein ganz besonderes Kaliber sind Aussagen unter Hypnose.
Sie ist ein gutes Mittel, um Erinnerungen aus der Tiefe zu holen, soweit so gut. Der ganz große Nachteil der Hypnose ist allerdings, dass sie das Bewusstsein abschaltet und den kleinen Logik-Wächter auch. Alles aus der Umgebung, besonders die Äußerungen des Hynotiseurs werden sofort in die Erinnerung mit eingebaut und so nimmt der Hypnotiseur direkten Einfluß auf die Äußerungen.
Wenn er zum Beispiel fragt "Hatte das Gerät Fenster", dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Antwort "Ja" lautet. Das aber nicht, weil es wirklich Fenster hatte (das wäre meistens ohnehin unmöglich zu sehen) sondern weil die Frage in die Erinnerung integriert wurde. Zudem impliziert die Frage, dass es sich beim Gesehen um ein Gerät handelt, was sich bei weiteren Fragen als irritierend herausstellen kann.
Deshalb sollte eine Aussage unter Hynose immer und auf jeden Fall objektiv nachgeprüft werden. Nochmal ganz deutlich: Ich halte viele Phänomene wie Spuk oder Ufos für möglich bzw. bin von ihrer Existenz überzeugt. Aber nur selten ist ein Phänomen tatsächlich das, was es zu sein scheint.
Pseudowissenschaftliche Veröffentlichungen wie von Erich von Däniken und Johannes Buttlar tun da ihr übriges, um wirklich interssante Phänomene unglaubwürdig zu machen.