Erschossener Urmensch

Letzte Änderung: 13.07.2018

1921 wurde in der heutigen Republik Sambia ein menschlicher Schädel gefunden. Der Schädel wurde auf 38.000 Jahre datiert.
Das ist soweit nichts Ungewöhnliches, dieser Schädel aber besitzt ein kleines Detail: Ein Loch (siehe Bild).
Für gewöhnlich werden bei solchen Verletzungen wegen der relativ stumpfen Waffen (Speer, Pfeil, etc) radiale Spuren und ggf Risse gefunden. So etwas fand man nicht.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Schädels fand man dagegen Zertrümmerungen und Rekonstruktionen haben gezeigt, dass der Schädel an dieser Stelle von innen nach außen beschädigt wurde.

Diese Verletzungen, die sicherlich zum Tode geführt haben, sind von einem sehr schnellen Gegenstand herbeigeführt worden. Denn langsamere Gegenstände hätten weder ein solch sauberes Loch noch die Zertrümmerungen auf der anderen Seite hinterlassen.

Das Rätsel

Forensiker, die den Schädel überprüft haben sind sich einig, dass der Schädel von etwas wie einem Projektil getroffen wurde. Tatsächlich ist heute nichts anderes bekannt, was solche Wunden hinterlässt, als eine Feuerwaffe.
Ich will hier auf Spekulationen verzichten - obwohl mir da eine interessante Szene vorschwebt - aber die Spuren sehen so aus, als wäre vor 38.000 Jahren ein Mann mit einer Feuerwaffe erschossen worden.

Angenommen, die Hinweise wurden richtig gedeutet, dann stellt sich automatisch die Frage, wie es dazu gekommen ist, dass ein Mann von einer Waffe getötet wurde, die erst 38.000 Jahre später erfunden wird. Dazu gibt es verschiedene Ansätze. Alle klingen im besten Fall unorthodox, im schlimmsten Fall nach Science-Fiction. Aber wir befinden uns hier auf einer Homepage, die sich dem Thema Magie und Phänomenologie widmet, also wollen wir alle Lösungsmöglichkeiten für dieses Rätsel betrachten:

  • Der Schädel ist gar nicht so alt. Der Mensch wurde gar nicht vor 38.000 Jahren erschossen, sondern erst vor kurzem. Vielleicht ist die Datierung nicht korrekt. Das erscheint unwahrscheinlich, denn die Datierung wurde nicht nur nach einer einzelnen Methode durchgeführt sondern sie wurde durch andere zuverlässige Methoden bestätigt. Unter anderem von der Tatsache, dass der Schädel unter 20 Metern festem Boden gefunden wurde.
  • Das Loch wurde erst vor kurzem in den Schädel geschossen. Das heißt, es wurde ein alter Schädel gefunden und jemand hat ein Loch hinein geschossen. Ziemlich unglaubwürdig, denn das würde den sehr empfindlichen Schädel mit großer Wahrscheinlichkeit komplett zerschlagen.
  • Betrug: Tja, Betrug und Täuschungsversuche lassen sich nie ganz ausschließen. Das hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt. Und gegen Betrug ist man nie gefeit. Also will ich die Möglichkeit nicht einfach beiseite schieben, aber bislang wurden noch keine Anzeichen für eine nachträgliche Manipulation gefunden.
  • Eine fortgeschrittene Rasse hat zur selben Zeit wie das Opfer existiert. Diese Rasse müsste selbst eine Form von Projektilbeschleuniger entwickelt haben. Wo diese fortgeschrittene Rasse nun ist, ist genauso ungeklärt wie die Frage, wie sie sich unbemerkt entwickeln konnte.
  • Zeitversetzungsphänomene sind auch immer wieder gerne angeführt. Gemeint ist eine Art Teleportation in eine andere Zeit. Ich persönlich mag diese Idee am liebsten, weil sie dieses und andere Phänomene elegant erklärt. Leider sind Zeitversetzungsphänomene wissenschaftlich genauso unbewiesen wie Magie und Orakel. Uns als Magie- und Orakeltreibende soll allerdings die wissenschaftliche Unbeweislichkeit nicht stören.

Diese Zeitphänomene kann man aufteilen in mindestens zwei Unterpunkte:

  • Zufällige natürliche Vorkommnisse. Mag sein, dass irgendwann irgendwer auf irgendwas geschossen hat. Dieses Projektil ist durch eine Zeitverwerfung in eine 38.000 Jahre entfernte Vergangenheit geworfen worden. Hier traf das Projektil einen unglücklichen Bewohner in den Kopf. Dagegen spricht eindeutig die geringe Wahrscheinlichkeit, dass ein wohl eh schon extrem seltenes Phänomen (falls es überhaupt existiert) ausgerechnet einem Menschen zum Verhängnis wurde, dessen Schädel sogar versteinert wurde. Zumal ähnliche Spuren noch nicht einmal in Tieren gefunden wurden.
  • Absichtliche Zeitversetzungsphänomene, also Zeitreisen. Wenn man von Zeitversetzung ausgeht, dann erscheint dies wesentlich sinnvoller. Denn das würde bedeuten, dass dieser Schuss absichtlich gesetzt wurde. Damit ist das Problem der geringen Wahrscheinlichkeit gelöst. Und wer weiß schon, was unsere Nachfahren alles zu bauen imstande sein werden...
  • Letzte Möglichkeit: Die Bibel hatte doch recht und die Erde ist erst 6000 Jahre alt. Das würde bedeuten, dass alle Beweise für die Evolution nichtig sind und alles Quatsch ist. Diese These dürfen wir sicherlich unter den Tisch fallen lassen. Genauso wie die These, das große fliegende Spaghettimonster hat den Schädel verbuddelt, um uns ein Rätsel aufzugeben.