Kornkreise

Letzte Änderung: 18.07.2018

Erste Kreise und Entwicklung

Seit den späten siebziger Jahren werden auf Kornfeldern der ganzen Welt, vor allem aber in Südengland, eigenartige Phänomene beobachtet.
In Kornfeldern wurden Kreise gesichtet, in denen das Korn plattgedrückt zu sein schien.
Niemand konnte sich einen Reim darauf machen und es wurden allerhand Erklärungen gesucht. Diese "Erklärungen" reichten von Windhosen, herumtollenden Kaninchen und Wildschweinen über die Scherz-Theorie bis hin zu Außerirdischen, die uns möglicherweise etwas beibrigen oder uns warnen wollen.
Die offizielle Erklärung der britischen Regierung besagt, dass die Kornkreise durch Wirbelwinde entsteht. Diese Erklärung kann aber nicht stimmen, denn diese Wirbelwinde entstehen tagsüber bei besonderen Luftdruckverhältnissen auf der Windschattenseite eines Berges. In Südengland aber existieren kaum Berge und die Kreise entstehen nachts, wo die notwendigen Druckverhältnisse mangels Sonneneinstrahlung nicht möglich sind. Außerdem kann ich mir keinen Wind vorstellen, der zufällig solch komplexe Muster entsehen lässt. Ganz zu schweigen von den scharfen Kanten, die durch Wind nur schwer zu erkären sind.
Ein Erklärungsversuch vom BLT Research Team redet von Plasmaentladungen ähnlich Blitzen oder Nordlichtern. Was sie interessanterweise nicht behaupteten war, dass es sich dabei um ein natürliches Phänomen handeln müsse.

Wie auch immer sie erzeugt werden, die Kornkreise sind eindeutig intelligenten Ursprungs.
Diese Annahme ist auch Basis für einen weiteren Erklärungsversuch: Im Rahmen des SDI-Programms soll ein Laser entwickelt worden sein, der in der Lage ist, diese Kornkreise zu zeichnen. Die einzige offene Frage ist: Warum sollten sie das tun?
Welchen Vorteil hätte das Militär aus Kornkreisen? Außerdem sind Kreise vereinzelt auch aus den 40er Jahren bekannt, als es noch keine Satelliten gab.
Möglicherweise kommen sie auch von Mutter Erde, denn scheinbar hängen sie mit den Energielinien, sogenannten "Leys" zusammen, die ebenfalls konzentriert in Südengland zu finden sind. Bemerkenswert ist dabei, dass viele der Kornkreise in unmittelbarer Nähe von berühmten Orten wie Stonehenge oder Saltsbury Hill auftauchen.
Zumindest am Saltsbury Hill konnte beobachtet werden, dass viele Zeichen mit ihrer Achse auf den Hügel zeigten.
Mit der Zeit gab es immer mehr Zeichen und sie wurden immer komplexer und größer. Im Kornkreisarchiv sind über 5000 Bilder gelistet. Überführte Fälschungen nicht mitgezählt. Manche bestanden aus Hunderten von Einzelkreisen, manche waren so groß, dass man sie nur aus der Luft erkennen konnte, z.T. mit Durchmessern von über 300m und Längen von bis zu 1,2km.
Sie sind keineswegs nur auf Getreidefelder beschränkt, es wurden Kornkreise auch in Reisfelden, in Wäldern, und im Schnee in der Bergen der Türkei gefunden. Sie alle entstanden innerhalb einer einzigen Nacht ohne Beleuchtung und geräuschlos.

Und sie schienen auf die Erklärungsversuche zu reagieren:
Wenn gesagt wurde, Luftwirbel seien für sie verantwortlich entstanden plötzlich welche auf dem Flachland.
Wenn Menschen mit Holzplanken dafür verantwortlich gemacht wurden, dann erschienen Kreise in Rapsfeldern - einer der brüchigsten bekannten Pflanzenarten.
Wenn Ballons als Ursprung der Kreise benannt wurden entstanden die Kreise genau unter Hochspannungsleitungen.
Als ein Tourist auf einen Berg in großer Schrift "Talk to us" schrieb, erschien ein paar Tage die Antwort. Auf dem Milkhill erschien ein Schriftzug in hebräischer Schrift. Diese Formation war die erste, die Schrift verwendet, wie wir sie kennen. Um sie zu entziffern probierten 12 Sprachwissenschaftler 40000 verschiedene Wortstellungen in allen dem Menschen bekannten Sprachen durch. Das Ergebnis waren zwei Worte in einer ungewöhnlichen Form von Latein in einer Freimaurerschrift, welche vor mehr als 800 Jahren entwickelt wurde. Die Worte waren "Appono astos", was soviel bedeutet wie "wir bekämpfen List und Betrug". Das war übrigens kurz nach dem "Geständnis" der beiden Fälscher, welche eine wahre Flut an Fälschungen auslöste.

Spezifizierung

Im Laufe der Jahre wurden die Kreise immer komplexer.
Heute kann man die Kreise - die nur noch selten wirklich Kreise sind - grob in mehrere Gruppen einteilen. Sie bestehen aus verschiedenen Elementen, spiralförmig, eliptisch, polygonal, verflochten oder gerastert.
Mal wird das Bild durch die niedergedrückten Bilder erzeugt, mal durch die stehengebliebenen.
In allen Kornkreisen lassen sich eine oder mehrere dieser Eigenschaften finden. Zum Beispiel:

Kreise und Spiralen
Fraktale Strukturen
Polygonale Strukturen
Objekte
Geometrische Figuren

Nicht erst seit Neuerem sind die Kornkreise bekannt. Es gibt historische Quellen, die belegen, dass die Kreise schon vor dem 20sten Jahrhundert existieren.
So sind in einigen Sagen und Geschichten aus verschiedenen Epochen und Kulturen Geschichten von und mit Kornkreisen bekannt.

Nordamerikanische Algonkin-Stämme kennen eine Geschichte, in der ein Jäger auf Kreise im Gras trifft: ""Gerade vor ihm waren die Gräser niedergetreten und zeigten eine deutliche Spur. (...) Er kniete nieder und sah, dass die Spuren wie von kleinen Mokassins herrührten. (...) Dieser Pfad war ein Kreis (...)"
Im europäischen Raum ist zum Beispiel das Märchen "Die zwölf Schwäne" bekannt: "Jeden Morgen ging (der Bauer) hin zu dem Acker und weidete seine Augen an dem goldgelben Korn. Da war eines Morgens etwas davon niedergetreten, eine kreisrunde Fläche. Den Bauern überkam der Zorn, doch als er näher zusah, da war er doch mehr verwundert. Denn der Weizen war niedergetreten und doch auch nicht niedergetreten, als wäre es nur von ganz leichten Füßen gewesen, und was bedeutete die kreisrunde Fläche?" Diese Geschichte kennt zahlreiche Abwandlungen.
In Südafrika sind ähnliche Geschichten bekannt.
Im Jahre 1590 wurde im französischen Assenencour in einem Hexenprozess ein Kornkreis als Beweis angeführt. Ähnliches geschah in England im Jahre 1678, wo ihre Existenz im Flugblatt "the mowing devil" verbreitet wurde.
1880 wurde im Magazin "Nature" von Kornkreisen in der Grafschaft Surrey berichtet. Und in Deutschland wird über diese Phänomene seit dem 19.Jhdt berichtet.

Im BBC-Archiv "WW2 people's war" ist von einem Mr Barry Smith folgender
Eintrag aus seiner Jugend zu finden:
"Während des 2. Weltkrieges wurde ich von Birmingham, das damals stark bombardiert wurde, nach Wales evakuiert. Hier lebte ich auf einer Farm in Arddleen nahe Llanymynech. Eines Tages im Spätsommer des Jahres 1941 bekam ich vom erwachsenen Sohn des Farmers eine gehörige Tracht Prügel, angeblich dafür, dass ich das Getreide beschädigt hatte - und Nahrungsgetreide zu schädigen war angesichts der Nahrungsmittelknappheit und der Rationierung eine wirklich ernste Sache. Er nahm mich mit, um mir zwei  Kornkreise zu zeigen, von denen er glaubte, dass ich sie gemacht hätte. Die beiden Kreise lagen ein gutes Stück im Feld, und man konnte sie vom Feldrand auch nur sehen, indem man auf das Gatter stieg. Die Kreise hatten einen Durchmesser von jeweils etwa 15 Meter. Ich hatte sie nicht gemacht, und wir haben auch später nicht erfahren, wer es war. Wurde ich hier also beschuldigt, zwei der frühesten Kornreise gemacht zu haben?"
Leider konnte besagter Mr Smith nicht gefunden werden, da er keine Kontaktmöglichkeit gegeben hatte und die Macher des Archives seine Daten aus datenschutztechnischen Gründen nicht herausgeben durften.