Was kann ich machen?

Letzte Änderung: 17.07.2018

Aktiv werden

Wenn es Dir nicht genügt, Energie zu sparen zu sparen und Müll zu vermeiden, dann kannst Du auch richtig aktiv werden. Dazu gibt es einige bestehende Verbände und Organisationen. Diese kannst Du durch Aktivismus auf Aktionen und/oder durch Geld- und Sachspenden unterstützen. Spenden kannst Du übrigens später von der Steuer absetzen.
Oder Du wirst auf eigene Faust aktiv und versuchst, etwas zu erreichen. Das ist natürlich viel schwerer, aber auch eine Organisation wie Greenpeace hat irgendwann mal angefangen. Und wenn Dir bestehende Organisationen nicht zusagen, dann bleibt diese Möglichkeit immer noch offen. Im Folgenden eine kurze Liste von Umwelt- und Naturschutzorganisationen. Diese Liste soll nicht vollständig sein sondern nur ein wenig inspirieren. Falls Dir ein Fehler auffällt oder ein Verband, der auch hier auftauchen sollte, dann schreib mir bitte: Kontakt.

  • Seashepherd: http://www.seashepherd.org/
    Meine Favoriten-Organisation wegen ihrer agressiven Aktionen. Seashepherd hat sich auf den Schutz der Meere und insbesondere der Wale spezialisiert und sehen sich als Strafverfolger für internationales Recht auf hoher See. Hier wird nicht nur still protestiert sondern wirklich etwas bewegt, indem illegalen Fischerei- oder Walfangaktivitäten auf agressive Art begegnet wird. Millionen Dollar Schaden beim Gesetzesbrecher wirken besser als jede Demo. Seashepherd legt Wert auf die Feststellung, dass kein einziger Mensch bei den Aktionen zu Schaden kommt. Und das obwohl Captain Watson bereits von einem japanischen Walfänger aus angeschossen wurde.
    Ich bin hier mit im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten durch Geldspenden aktiv, außerdem sind die Shirts und Hoodies saucool (Leider braucht man eine Kreditkarte, um die kaufen zu können). Solche Organisationen sollte es mehr geben.
  • Greenpeace: http://www.greenpeace.de/
    Klar, die Mutter aller Umweltorganisationen. Mir persönlich erscheinen sie mittlerweile zu zahm und durch die Kooperation mit Lidl ist Greenpeace leider in den Verdacht der Käuflichkeit geraten. Trotzdem bewirken sie noch immer einiges, nur dass eben nciht alles die breite Öffentlichkeit erreicht. Durch die Größe von Greenpeace und nicht zuletzt die finanziellen Möglichkeiten haben die ganz andere Möglichkeiten als lokale Vereine: Broschüren werden herausgegeben, Ratgeber geschrieben, politischer Druck wird ausgeübt. Trotz allen Naserümpfens immer noch eine gute Sache
  • NABU, Naturschutzbund Deutschland e.v.: http://www.nabu.de/
    Es muss nicht immer weltweit sein. Diese Organisation kümmert sich um den Umwelt- und Naturschutz in Deutschland. Entsprechende Organisationen gibt es natürlich auch in Österreich und der Schweiz.
    Die Nabu klärt auf, forstet auf und schützt. Dazu nutzen sie natürlich das Internet, Broschüren und Bücher und vor allem regionale Aktionen. Die Jugendorganisation ist die Naju: www.naju.de
  • WWF, World Wildlife Fund: http://www.wwf.de/
    Die Organisation mit dem bekannten Panda-Logo setzt sich speziell für das Überleben wildlebender Tiere ein. Weltweit unterstützen sie aktiv Tierschützer und sind besonders durch effektive Kooperationen mit Unternehmen wie AEG, Cineplex oder Krombacher bekannt.
  • BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.v.: http://www.bund.net/
    Der BUND ist eher auf alltägliche Probleme in der Umwelt und Natur konzentriert. Es geht um unerlaubtes Ummähen einer Orchideenwiese, um fachgerechtes Überprüfen von Bebauungsplänen oder den Umbau der Energiewirtschaft zu regenerativen Energiequellen. Diese Probleme sind nicht weniger dringend und gerade wegen der Nähe zu unserem täglichen Leben so spannend.
  • Viele kleinere, teilweise regionale, Vereine
    Wenn Du eher bei der Bewältigung von Problemen in Deiner direkten Nähe beitragen willst, dann gibt es zu vielen Ökosystemen einen eigenen Verein, der diesen schützen will. Listen dazu findest Du in der Wikipedia:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Naturschutzorganisation
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Tierrechtsorganisation
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Tierschutzorganisation
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Umweltschutzorganisation

Klimaschutz

Die Wandlung des Weltklimas ist eine anerkannte Tatsache, auch wenn immer wieder Lobbies oder selbsternannte An-allem-Zweifler versuchen, das wegzureden. Die Tatsachen lassen sich nicht leugnen, besonders dramatisch ist es in den Polarregionen. Jahrhunderte-alte Gletscher gehen zurück und verschwinden ganz innerhalb weniger Jahrzehnte. Das Packeis zieht sich zurück, der Winter kommt immer später. Um den Kilimandscharo erhält die Vegetation einen Großteil Ihres Wassers von den Gletschern an der Spitze des Berges. Diese Gletscher gehen zurück und werden wohl in zehn Jahren eisfrei sein (Spiegel-Artikel). Damit einher geht eine ungekannte Dürre um den Kilimandscharo. Das gilt für andere, ähnliche Ökosysteme ebenso. Überall auf der Welt gibt es Hiobsbotschaften, ob es eingewanderte Mückenarten sind, die eigentlich bei Frost sterben sollten. Oder die plötzliche Eisarmut der Anden oder vielleicht das Gejammer von Skipisten-Betreibern, denen die Touristen wegbleiben. Die globale Erwärmung der Erdklimas ist eine Tatsache. Das ist schlecht. Aber ist auch bekannt, was dagegen getan werden kann, das ist gut. Das zu tun ist extrem aufwendig, das ist schlecht. Du kannst im Rahmen Deiner Möglichkeiten helfen, das ist gut. Wie kannst Du helfen? Die sogenannten Treibhausgase Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan, Lachgas und noch ein paar andere weniger auffällige sind ich natürlicher und wichtiger Bestandteil der Atmosphäre. Auch der wärmende Effekt dieser Stoffe ist wichtig, da es sonst wesentlich kälter auf der Erde wäre. Durch die künstliche Hinzufügung dieser Stoffe und das gleichzeitige Vernichten des Regenwaldes (der ja CO2 in ist rauhen Mengen wegatmet) ist der Anteil dieser Gase in der Atmosphäre beständig gestiegen. Diese Gase lassen sind für das Sonnenlicht durchlässig, halten die Wärmestrahlung aber in der Atmosphäre gefangen. Mancher stellt sich diese Treibhausgase wie ein buchstäbliches Treibhaus vor. Dass die Gase wie eine Glocke über unseren Köpfen hängt. Das ist nicht so, die Gase haben die Wirkung eines Treibhauses, nicht die Form. Tatsächlich sind diese Gase ganz einfach in der Atmosphäre vorhanden und tun, was wir befürchten. Jeder einzelne kann dazu beitragen, diesen Klimaeffekt einzudämmen.

Jeder von uns verbraucht Strom, das ist keine Frage. Die eigentliche Frage ist, wo dieser Strom herkommt. Ich beziehe meinen Strom zu 100% aus regenrativen Quellen. Das heisst aus Wasser- und Windkraft. Sonnenenergie ist noch nicht so weit, auf breiter Basis erfolgreich zusein, wird aber kommen. Es wäre möglich, ganz Europa alleine mit Sonnenenrgie aus einem relativ übersichtlichen Bereich der Sahara komplett mit Strom zu versorgen. Dabei scheitert es natürlich an der politischen Lage sowie an der Frage, wer das bazahlt. Außerdem sind unsere Energieversorger sehr bedacht darauf, ihre bisherigen Investitionen in Kraftwerke ncht an Wert verlieren zu lassen. Gerade erst wuerde die Laufzeit von Atomkraftwerken verlängert. Ich sage: Besser Atomkraft als Kohle und Öl. Aber noch viel besser wären eine Versorgung komplett auf Basis von Sonne, Wasser und Wind, da diese überhaupt keine Emissionen haben. Technisch wäre es möglich, es fehlt nur am Durchsetzungswillen. Und hier können wir helfen: Wenn die Versorger merken, dass grüner Strom gefordert wird, dann werden sie den auch liefern. Wenn also ein Wechsel des Stromanbieters ansteht: Suche einen aus, der zu 100% "Öko-Strom" liefert. Übrigens haben alle großen Energieanbieter auch einen Öko-Tarif. Und das beste: Der ist kaum teurer als anderer Strom. Neben der Quelle ist auch die Frage, wieviel Energie ein jeder verbraucht. Du sitzt beispielsweise gerade vor dem Computer und liest diesen Text. Was für einen Computer hast Du da? Muss es wirklich einer mit allen technischen Finessen sein, nur weil der Discounter um die Ecke grad einen angeboten hat? Wenn Du ohnehin nur im Internet surfst, E-Mails und ab und an mal einen Brief schreibst oder eine Tabellenkalkulation oder die Steuererklärung machst, dann muss es nicht der neueste Rechner sein. So etwas wie ein Nettop oder ein Netbook tut es dann auch. Erstmal sind die Dinger an sich günstiger, sie verbrauchen weniger Strom und tun den Job genau so gut.
Geräte, die gerade nicht gebraucht werden kannst Du auch komplett ausschalten oder den Stecker ziehen. Denn auch im Standby verbrauchen sie noch Energie.
Wenn Du eine Strecke zurücklegen musst, dann muss das nicht immer mit dem Auto geschehen. Hin und wieder ist das Fahrrad auch ein gutes Fortbewegungsmittel.
Denk daran, die Heizung herunterzudrehen, wenn Du die Wohnung durchlüftest. Eine Dusche reinigt genauso gut wie ein Vollbad und verbraucht wesentlich weniger Wasser und Energie. Natürlich entspannt ein Vollbad viel besser und hin und wieder ist es wirklich eine gute Sache. Aber täglich, das muss nicht sein. usw usw.
Alle diese kleinen Sparereien kosten nicht nur wenig Aufwand, sie sparen auch Energie und damit den Ausstoß von Treibhausgas. Und natürlich sparen sie auch Geld. Tipp: http://www.energie-richtig-sparen.de/

Regional einkaufen

Viele Probleme entstehen durch den gängigen "Nahrungsmittel-Tourismus". Gemeint ist damit, dass Lebensmittel aus allen Ecken der Erde herangebracht werden, weil das seltsamerweise günstiger ist. Da werden Äpfel auf Neuseeland und Kartoffeln aus Kenia importiert. Das könnte man noch verstehen, wenn es um Pflanzen geht, die hier nicht oder nicht richtig wachsen, z.B. Ananas, Kokos oder Bananen. Aber Äpfel, Birnen und Kartoffeln?! Und die kosten im Regal oft genauso viel wie ihre deutsche Konkurrenz. Ich halte das für einen seltsamen Wahnsinn, der in unserer modernen Welt leider ganz normal ist:
Früchte kommen buchstäblich von der anderen Seite der Welt. Blumen kommen meist aus Afrika, weil es dort so schön sonnig ist; der größte Blumenexporteur der Welt ist nicht Holland sondern Kenia. Nordseekrabben werden zwar noch in der Nordsee gefangen, aber dann nach Nordafrika gebracht, um dort gepult (geschält) zu werden und dann wieder zurück gebracht. Lebende Tiere werden ins europäische Ausland gefahren, um sie dort billiger zu schlachten und werden dann tot wieder zurück transportiert. Und so weiter und so fort. Mittlerweile hat sich der Begriff der Ökobilanz gefestigt. Der gibt in etwa eine Antwort auf die Frage, welche Auswirkung auf die Umwelt die Herstellung, Benutzung und Entsorgung eines Produktes haben. Dazu zählen auch Transportwege, lange Lagerung und dergleichen. Es liegt auf der Hand, dass hier regional erzeugte Lebensmittel besser dastehen. Sie müssen weniger lange transportiert und gelagert werden. Das bedeutet, weniger Energieaufwand, weniger Treibstoffverbaucht und Abgase und weniger notwendige Haltbarmachung. Daher macht es Sinn, regionale Waren zu kaufen. Diese Nachfrage gibt es glücklicherweise und große Handelsketten haben sogar sogar schon drauf reagiert. So gibt es in einigen Handelsketten Warengruppen mit Namen wie "unser Norden", "Mein Land" und so weiter. Einerseits soll hier das Umweltbewusstsein, aber auch die Lokalpatriotät angesprochen werden. Diese Produkte sollen mit wenig Transportwegen zum Verbraucher geschafft werden. In wie weit diese Produkte vertrauenswürdig sind ist natürlich im Einzelfall geprüft werden. Eine bessere und vertrauenswürdigere Alternative zu Handelsketten sind natürlich Einkäufe direkt beim Erzeuger oder im Biomarkt. Viele Bauernhöfe haben mittlerweile einen eigenen Hofladen, in dem sie Ihre Produkte feilbieten. Ich habe das Glück, in einer kleinen Stadt zu leben, in deren Umgebung viele Gemüsebauern sowie eine Putenfarm mit eigener Schlachtung angesiedelt sind. Hier kann ich problemlos einkaufen, und die Produkte haben garantiert nicht mehr als 5 km Wegstrecke hinter sich. Was soll ich sagen: Die Sachen schmecken auch viel besser.

In Biomärkten oder beim Fleischer des Vertrauens kann man auch problemlos erfragen, wo denn das Kotelett oder das Schnitzel herkommt, das man in die Pfanne hauen will. Hier ist es gut, wenn man nachfragt, denn wie immer gilt auch hier: Die Hersteller wollen wissen, was der Verbraucher will. Denn wenn sie diesen Verbraucherwunsch kennen und erfüllen verkaufen sie einfach mehr. Klar, wenn man sich radikal für regionale Ernährung entscheidet, dann muss man auf einiges verzichten wie Ananas zu Weihnachten. Aber regional einkaufen heißt doch nicht, auf gewisse Anbaumethoden zu verzichten. So lassen sich viele Pflanzen bis weit in den Herbst hinein anbauen, wenn man schlicht ein Treibhaus drumherum baut. Dieses Treibhaus kann gerne mit zusätzlicher Beleuchtung erweitert werden. Das treibt zwar den Energieverbrauch in die Höhe, aber dafür muss weniger transportiert werden. Und energiesparende Leuchtmittel werden auch immer besser und günstiger.